Danke für die tolle Zukunftswerkstatt!


Mehr als 160 Besucherinnen und Besucher nahmen insgesamt am 18. und 19. März an der Zukunftswerkstatt im Keitumer Friesensaal teil und nutzten die Gelegenheit, um ihre Ideen und Anregungen für Keitums Zukunft zu äußern und gemeinsam weiterzudenken.

Der Startschuss fiel am Freitagabend. Dabei wollten wir von den über 100 Keitumern vor Ort wissen: Was fehlt in Keitum? Was soll sich in Keitum auf keinen Fall verändern? In zwei Speeddating-Runden hatten die Teilnehmer jeweils anderthalb Minuten Zeit, sich gegenseitig diese zwei Fragen zu beantworten und anschließend zu Papier zu bringen – knapp 200 Ideenkärtchen konnten wir am Ende zählen – ein großartiges Ergebnis!
Um am nächsten Tag in Gruppen fokussiert an Aufgaben arbeiten zu können, wurden die Beiträge noch am gleichen Abend gemeinsam mit den Gästen sortiert, gebündelt und Oberthemen zugeordnet. Tourismus, Verkehr, Identität, Natur- und Küstengestaltung, Dorfleben und Wohnraum waren die Themen, die den Keitumern ganz deutlich am meisten unter den Nägeln brannten.

Konstruktiv und angeregt zugleich definierten und konkretisierten etwa 60 Teilnehmer am Samstag zunächst den Themen entsprechende Aufgaben. Anschließend wurde gemeinsam überlegt und diskutiert wie man diese eventuell lösen könnte. Dabei reichte die Bandbreite von konkreten und sofort umsetzbaren bis hin zu visionären Ideen.
Zur Kategorie der konkreten, kurzfristig realisierbaren Ideen gehörte zum Beispiel die „Straußenwirtschaft“. Im Rahmen dieses Projekts laden Einheimische für einen Tag Touristen in ihre Vorgärten ein und können diesen so die Geschichte des Ortes und
seiner Bewohner näherbringen. In der „Straußenwirtschafts-Tour“ öffnen aber auch besondere Orte wie das Pastorat oder der Bahnhof ihre Tore und erzählen ihre Geschichten. So lernen nicht nur die Touristen, sondern auch die Keitumer selbst ihren Ort besser kennen. Die Idee eines Mini-E-Bus‘ der in Form eines Rundwegs über Pröstwai, Gaat, Keitumer Süderstraße und die vorgelagerten Parkplätze den Ort erschließt und somit die Nutzung des eigenen Autos überflüssig machen soll, zählt hingegen wohl eher zu den langfristigeren Projekten. Besonders beim Thema Verkehr wurde auch deutlich, dass so manche Ideen nicht ganz konfliktfrei waren: So reichten beispielsweise die Meinungen zum Thema Autoverkehr von „komplett autofrei“ über die Sperrung einzelner Straßen bis hin zur gezielten Attraktivierung der öffentlichen Verkehrsmittel ganz ohne die Zufahrt für Pkw einzuschränken. Auch beim Thema „Therme“ waren die Ansichten geteilt: Während so mancher Bürger sich nichts sehnlicher als den Abriss der Ruine wünscht, setzen sich andere vehement für deren Erhalt und kreative Inszenierung ein.

Nun wird es darum gehen, die vielfältigen Ideen zu dokumentieren, auszuwerten und zusammenzubringen. Die von Ihnen entwickelten Aufgaben und Lösungsvorschläge werden am 23. Mai 2016 in Form einer Zukunftszeitung präsentiert, zu der wir Sie an dieser Stelle bereits herzlich einladen möchten. Die Details zum Termin werden wir hier in Kürze bekanntgeben.

Wir möchten uns noch einmal bei allen Teilnehmern der Zukunftswerkstatt für ihr Engagement und die konstruktiv geführten Diskussionen bedanken!